Feuchte- oder Leitungswasserschaden?
Wir finden die Ursache schnell, zerstörungsarm und unabhänging.
Leckagen durch Kontaktkorrosion
Kontaktkorrosion zwischen Kupfer und verzinktem Stahlrohr – ein unterschätztes Risiko
In Heizungs- und Trinkwasserinstallationen werden häufig unterschiedliche Rohrwerkstoffe eingesetzt. Trifft dabei Kupfer auf verzinkten Stahl, kann es zu sogenannter Kontaktkorrosion kommen. Dieses Schadensbild wird oft erst spät erkannt, da es im Inneren der Rohrleitung entsteht und äußerlich lange unauffällig bleibt.
Wie entsteht Kontaktkorrosion?
Kontaktkorrosion entsteht, wenn zwei unterschiedlich edle Metalle elektrisch leitend miteinander verbunden sind und gleichzeitig ein Elektrolyt – in diesem Fall Wasser – vorhanden ist. Kupfer und verzinkter Stahl besitzen unterschiedliche elektrochemische Spannungen. Der unedlere Werkstoff, hier der verzinkte Stahl, wird dabei bevorzugt angegriffen. Die Zinkschicht löst sich auf, anschließend beginnt die Korrosion des Stahlrohres selbst.
Typische Schäden durch Kontaktkorrosion
Die Folgen einer solchen Materialkombination können gravierend sein. Häufige Schadensbilder sind unter anderem:
-
Abtrag der Zinkschicht im Übergangsbereich
-
Rohrquerschnittsverengungen durch Korrosionsprodukte
-
Schlagartig platzende Leitungen
Besonders kritisch ist, dass die Korrosion bevorzugt im Übergangsbereich der Materialien auftritt und dort zu plötzlichen Leckagen führen kann.
Mischinstallationen nur mit galvanischer Trennung
Bei sogenannten Mischinstallationen aus Kupfer und verzinktem Stahl ist der Einsatz eines galvanischen Trennstücks zwingend erforderlich. Dieses unterbricht den elektrischen Kontakt zwischen den Metallen und verhindert damit den elektrochemischen Korrosionsprozess. Ohne diese Trennung ist eine langfristig schadensfreie Funktion der Installation nicht gewährleistet.
Schäden trotz fachgerechter Montage möglich
Auch bei optisch sauberer und fachgerechter Montage kann es ohne galvanische Trennung bereits nach kurzer Betriebszeit zu Korrosionsschäden kommen. Die Einhaltung von Montageabständen oder der Einsatz von Dichtmitteln allein reicht nicht aus, um Kontaktkorrosion zuverlässig zu verhindern.
Fazit
Die direkte Verbindung von Kupferrohren mit verzinkten Stahlrohren stellt ein erhebliches Korrosionsrisiko dar. Kontaktkorrosion führt häufig zu vorzeitigem Materialversagen und kostenintensiven Folgeschäden. Bei Mischinstallationen ist der Einsatz eines galvanischen Trennstücks technisch notwendig und unverzichtbar, um die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Rohrinstallation dauerhaft sicherzustellen.
Eindrücke aus der Praxis
Im vorliegenden Fall eines älteren Gebäudes wurden wir beauftragt, einen Wasseraustritt aus der Kellerdecke zu überprüfen, da der zuvor vor Ort tätige Fachinstallateur keine Leckage lokalisieren konnte.
Für diesen Einsatz reichte letztlich eine Sichtprüfung der im Keller verlaufenden Leitungen aus.
Auf dem nebenstehenden Bild ist eine Kontaktkorrosion deutlich erkennbar. Nach Angaben des Eigentümers wurde die waagerechte Leitung aus Kunststoff und Kupfer vor rund zwei Jahren erneuert. Die durch die Kellerdecke verlaufende Leitung wurde in diesem Zuge neu angebunden. Dabei wurde jedoch weder die Fließrichtung berücksichtigt noch ein galvanisches Trennstück eingesetzt, wodurch es zur Ausbildung von Kontaktkorrosion kam.
Glücklicherweise befand sich die Leckage im sichtbaren Bereich. Wäre diese Schwachstelle unter Estrich oder unter Putz gelegen, hätte es unbemerkt zu einem erheblichen Wasserschaden an der Bausubstanz kommen können.
Fazit
Die Ursache des Wasseraustritts war eine Kontaktkorrosion infolge einer unzulässigen Materialkombination ohne galvanische Trennung. Durch den direkten Anschluss unterschiedlicher Rohrwerkstoffe und die Nichtbeachtung der Fließrichtung kam es zu einer fortschreitenden Korrosion und schließlich zur Undichtigkeit der Leitung.
Zur Vermeidung vergleichbarer Schäden ist bei der Verbindung unterschiedlicher Metalle der zwingende Einsatz galvanischer Trennstücke sowie die fachgerechte Planung und Ausführung der Installation unerlässlich.
KONTAKT
Tropfenjäger
Hinterm Berge 5, 21789 Wingst
✆ 01556 105 771 2
☏ 04778 620 516 8
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Kontaktkorrosion zwischen Kupfer und verzinktem Stahlrohr – ein unterschätztes Risiko
In Heizungs- und Trinkwasserinstallationen werden häufig unterschiedliche Rohrwerkstoffe eingesetzt. Trifft dabei Kupfer auf verzinkten Stahl, kann es zu sogenannter Kontaktkorrosion kommen. Dieses Schadensbild wird oft erst spät erkannt, da es im Inneren der Rohrleitung entsteht und äußerlich lange unauffällig bleibt.
Wie entsteht Kontaktkorrosion?
Kontaktkorrosion entsteht, wenn zwei unterschiedlich edle Metalle elektrisch leitend miteinander verbunden sind und gleichzeitig ein Elektrolyt – in diesem Fall Wasser – vorhanden ist. Kupfer und verzinkter Stahl besitzen unterschiedliche elektrochemische Spannungen. Der unedlere Werkstoff, hier der verzinkte Stahl, wird dabei bevorzugt angegriffen. Die Zinkschicht löst sich auf, anschließend beginnt die Korrosion des Stahlrohres selbst.
Typische Schäden durch Kontaktkorrosion
Die Folgen einer solchen Materialkombination können gravierend sein. Häufige Schadensbilder sind unter anderem:
-
Abtrag der Zinkschicht im Übergangsbereich
-
Rohrquerschnittsverengungen durch Korrosionsprodukte
-
Schlagartig platzende Leitungen
Besonders kritisch ist, dass die Korrosion bevorzugt im Übergangsbereich der Materialien auftritt und dort zu plötzlichen Leckagen führen kann.
Mischinstallationen nur mit galvanischer Trennung
Bei sogenannten Mischinstallationen aus Kupfer und verzinktem Stahl ist der Einsatz eines galvanischen Trennstücks zwingend erforderlich. Dieses unterbricht den elektrischen Kontakt zwischen den Metallen und verhindert damit den elektrochemischen Korrosionsprozess. Ohne diese Trennung ist eine langfristig schadensfreie Funktion der Installation nicht gewährleistet.
Schäden trotz fachgerechter Montage möglich
Auch bei optisch sauberer und fachgerechter Montage kann es ohne galvanische Trennung bereits nach kurzer Betriebszeit zu Korrosionsschäden kommen. Die Einhaltung von Montageabständen oder der Einsatz von Dichtmitteln allein reicht nicht aus, um Kontaktkorrosion zuverlässig zu verhindern.
Fazit
Die direkte Verbindung von Kupferrohren mit verzinkten Stahlrohren stellt ein erhebliches Korrosionsrisiko dar. Kontaktkorrosion führt häufig zu vorzeitigem Materialversagen und kostenintensiven Folgeschäden. Bei Mischinstallationen ist der Einsatz eines galvanischen Trennstücks technisch notwendig und unverzichtbar, um die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Rohrinstallation dauerhaft sicherzustellen.
Eindrücke aus der Praxis
Im vorliegenden Fall eines älteren Gebäudes wurden wir beauftragt, einen Wasseraustritt aus der Kellerdecke zu überprüfen, da der zuvor vor Ort tätige Fachinstallateur keine Leckage lokalisieren konnte.
Für diesen Einsatz reichte letztlich eine Sichtprüfung der im Keller verlaufenden Leitungen aus.
Auf dem nebenstehenden Bild ist eine Kontaktkorrosion deutlich erkennbar. Nach Angaben des Eigentümers wurde die waagerechte Leitung aus Kunststoff und Kupfer vor rund zwei Jahren erneuert. Die durch die Kellerdecke verlaufende Leitung wurde in diesem Zuge neu angebunden. Dabei wurde jedoch weder die Fließrichtung berücksichtigt noch ein galvanisches Trennstück eingesetzt, wodurch es zur Ausbildung von Kontaktkorrosion kam.
Glücklicherweise befand sich die Leckage im sichtbaren Bereich. Wäre diese Schwachstelle unter Estrich oder unter Putz gelegen, hätte es unbemerkt zu einem erheblichen Wasserschaden an der Bausubstanz kommen können.
Fazit
Die Ursache des Wasseraustritts war eine Kontaktkorrosion infolge einer unzulässigen Materialkombination ohne galvanische Trennung. Durch den direkten Anschluss unterschiedlicher Rohrwerkstoffe und die Nichtbeachtung der Fließrichtung kam es zu einer fortschreitenden Korrosion und schließlich zur Undichtigkeit der Leitung.
Zur Vermeidung vergleichbarer Schäden ist bei der Verbindung unterschiedlicher Metalle der zwingende Einsatz galvanischer Trennstücke sowie die fachgerechte Planung und Ausführung der Installation unerlässlich.
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